Auf Drängen des königlichen Bezirksamtmannes wurde die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Dippoldsberg-Meiersberg angegangen.
Bereits am 12. August 1889 schrieb der königliche Bezirksamtmann dem Dippoldsberger Bürgermeister, „...dass die Errichtung einer Freiwilligen Feuer-wehr ernstlich anzubahnen sei“. Warum sich jedoch die Dippoldsberger und Meiersberger mit der Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr noch 11 Jahre Zeit ließen, kann heute nicht mehr genau geklärt werden. Sicherlich wurde sie nicht als notwendig erachtet, gab es doch die Pflichtfeuerwehr. Diese aber konnte den damaligen Anforderungen des Feuerlöschwesens nicht mehr gerecht werden, wie die sich häufenden Beanstandungen des Neustädter Bezirksamtes ab 1879 zeigten.
Erst 1899 wurde die Bereitschaft der Dippoldsberger und Meiersberger Bürger erkennbar. Woraufhin der königliche Bezirksamtsmann Zippelins schrieb: "Der Anzeige über Bildung einer freiwilligen Feuerwehr sehe ich gerne entgegen". Die Anzeige blieb jedoch aus. So veranlasste der königliche Bezirksamtmann, wohl im Rahmen der Gemeindevisitation, am 15. Juni 1900 eine Versammlung zum Zwecke der Gründung einer freiwilligen Feuerwehr.
Auf Druck des königlichen Bezirksamtmanns war am Sonntag, 01. Juli 1900 der Gründungstag. Mit großer Befriedigung äußerte er sich bereits am 05. Juli 1900 schriftlich: "Die erste Aufgabe der neuen Feuerwehr wird es nun sein, sich mit den bestehenden Vorschriften, Dienstinstruktionen, Satzungen etc. vertraut zu machen, damit die Übungen, alsbald mit Erfolg aufgenommen werden können. Dann werden für die Anschaffung der noch nicht vorhandenen, notwendigen Löschrequisiten und die allmähliche Uniformierung und Ausrüstung der Mannschaften Sorge zu tragen sein......".
Noch im selben Jahr wurde in Dippoldsberg ein Feuerwehrhaus gebaut. Gemäß den Weisungen tätigte nun die Freiwillige Feuerwehr die wichtigsten Anschaf-fungen, wobei die ortsansässigen Handwerker besonders berücksichtigt wurden. Eine Darlehensaufnahme wurde erforderlich. Die daraufhin beschafften Gerätschaften reichten, bis auf die Wasserbeschaffung in Meiersberg, nun für eine wirkungsvolle Brandbekämpfung in den beiden Ortschaften aus.
Gemischte Gefühle dürfte der folgende Rat hervorgerufen haben: „Der Beitritt der Mitglieder zur Sterbekasse wird sehr empfohlen“. Dies wurde im Jahr 1902 angegangen.