Fledererverein Meiersberg e. V.

In der „guten alten Zeit“ und nach den Wirren des 2. Weltkrieges spielte sich das Leben auf dem Lande in Harmonie und Gemütlichkeit in Vereinen oder bei Geselligkeit im Gasthaus ab. Moderne Medien, wie Fernsehen und dergleichen waren noch nicht verbreitet. In Meiersberg kam man für manch gemütliche Stunde in das Gasthaus zur Rosenau.

An jenem 06. Januar im Jahre 1962 trafen sich die Männer schon am Nachmittag in der Gastwirtschaft. Die meisten waren schon früh morgens im Wald unterwegs gewesen, da Wurzelstöcke vergeben wurden.

Erzählungen von der "guten alten Zeit" kreisten in der Runde und so kam man auf die "Maschbercher Gänshut" zu sprechen.

Die Gänshut war damals eine Wiese oder das Stoppelfeld, wo die zahlreichen Gänse, meist von den Kindern, gehütet wurden.

Die Zeit verging durch diese interessanten Erzählungen wie im Flug und der Tag war schon weit fortgeschritten als Hans Kohler beiläufig erwähnte, dass es bei ihm heute Gänsebraten von noch verbliebenen Weihnachtsgänsen gegeben habe und er noch immer 2 Stück im Stall habe. Der Metzger und Viehhändler Hans Weißkopf Senior bot deshalb spontan 25 DM für diese zwei Gänse an. Somit kam das Geschäft zustande.

Man war sich einig, dass so ein Tag mit seinen besonderen Ereignissen und der guten Stimmung zur Gründung eines Vereins genutzt werden musste. Und der Verein brauchte auch einen Namen, der etwas mit Gänsen zu tun haben musste. Abgeleitet vom Gänsflügel, im Sprachgebrauch dem allseits bekannten "Flederwisch", einigte man sich auf den Namen Fledererverein Meiersberg. Eine Vorstandschaft wurde gleich per Zuruf besiegelt.

Der Aufnahmebeitrag wurde auf 2,00 DM und 2 Maß Bier festgelegt. Als Erkennungszeichen für einen Flederer einigte man sich auf einen Hut mit Gänsflügel. Weiterhin legte man fest, dass die jährliche Hauptversammlung immer am 06. Januar, also am Tag der Gründung stattfinden soll. Als Vereinslied wurde ein altes überliefertes Hirtenlied gewählt.

Da man keinen festen Mitgliedsbeitrag erheben wollte, gibt es bei der Mitgliederversammlung immer die Hutsammlung und den jährlichen Fledererball als Finanzierungsgrundlage.

Der Ball ist seitdem ein regionaler Höhepunkt des Faschingstreibens und erfreut sich großer Beliebtheit.

Stand 2025 beträgt die Mitgliederzahl der Flederer 170.

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Vorstand

1. Vorstand: Fritz Mursch

2. Vorstand: Philipp Weiß

Kassier: Manfred Kroener

Schriftführer: Hans-Jürgen Schmidt